Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld?

Sie wollen Ihren Job kündigen? Ihr Chef droht wegen einem Fehlverhalten mit Kündigung? Sie sollen einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen?

Aufgepasst! Wirken Sie nach Ansicht der Arbeitsagentur selbst an Ihrer Entlassung mit, droht eine zwölfwöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld!

 

  • 24h erreichbar
  • bundesweit
  • kostenfreie Ersteinschätzung

S.O.S. Recht Kündigung Sperrzeit beim Arbeitslosengeld

Ihnen droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld?

Hier bekommen Sie Informationen zum Thema Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, rufen Sie uns doch einfach an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Wichtige erste Handlungsempfehlung bei einer Kündigung

Tief durchatmen und Ruhe bewahren!

Wir beantworten Ihre Fragen in einem garantiert kostenfreien Erstgespräch - das nimmt Ihnen die erste Nervosität.

Nichts Unterschreiben!

Unterschreiben Sie keinen Aufhebungsvertrag ungeprüft. Wir sagen Ihnen welche Rechte Ihnen zustehen. Verschenken Sie kein Geld - insbesondere, wenn es um das Thema Abfindung geht!

Versäumen Sie keine Fristen!

Sofern die Kündigung unberechtigt ist oder eine außergerichtliche Einigung nicht gelingt, muss gegen die Kündigung beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erhoben werden. Die Frist, innerhalb derer Kündigungsschutzklage eingereicht werden muss beträgt 3 Wochen ab Erhalt der Kündigung!

Kostenfreie Ersteinschätzung!

Nehmen Sie unseren Service in Anspruch und rufen bei uns an. Sie sprechen bei uns immer mit einem Rechtsanwalt. Dieser wird Ihnen Ihre Fragen individuell beantworten Ihnen eine erste Einschätzung zu den Erfolgsaussichten Ihres Falls geben. Profitieren Sie von unseren umfangreichen Erfahrungswerten im Umgang mit Arbeitsrechtssachen.

Was ist eine Sperrzeit von der Arbeitsagentur?

Wenn Sie eine Sperrzeit von der Arbeitsagentur erhalten, ruht Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld. Für die Dauer der Sperrzeit erhalten Sie also kein Arbeitslosengeld. Eine Sperrzeit wird verhängt, wenn sich der Arbeitnehmer ohne wichtigen Grund versicherungswidrig verhält (§ 159 SGB III).

Als versicherungswidrig werden grundsätzlich solche Umstände angesehen, bei denen ein Arbeitnehmer selbst an seinem Jobverlust mitwirkt. Die beiden wichtigsten Fallgruppen der Sperrzeit für Arbeitnehmer sind:

  • die Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages oder eines Abwicklungsvertrages
  • eine verhaltensbedingte Kündigung und
  • verspätete Arbeitssuchendmeldung.

In den aktuellen „Fachlichen Weisungen“ der Arbeitsagentur heißt es zu sogenannten „sperrzeitrelevanten Sachverhalten“:

 

Fachliche Anweisung der Arbeitsagentur

Eine Sperrfrist ist übrigens nicht mit einer Sanktion zu verwechseln! Die Sperrfrist bezieht sich auf den Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I). Dem Bezug von ALG I geht immer eine versicherungspflichtige Tätigkeit voraus. Die sogenannte Anwartschaftszeit muss erfüllt sein, also in den letzten 2 Jahren vor der Arbeitslosmeldung, mindestens 12 Monate lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt worden sein.

 

 

Wie lange dauert die Sperrzeit?

Die Sperrzeit beträgt grundsätzlich 12 Wochen, kann jedoch unter Umständen auch auf 6 oder 3 Wochen reduziert werden.

Meldet sich ein Arbeitnehmer verspätet arbeitssuchend, tritt eine Sperrzeit von einer Woche ein.

 

In welchen Fällen wird ausnahmsweise keine Sperrzeit verhängt?

Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch bei der Kündigung durch den Arbeitnehmer oder der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages eine Sperre umgangen werden.

Fälle in den trotz einer Mitwirkung durch den Arbeitnehmer keine Sperrzeit droht sind

  • Mobbing oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
  • Jobaufgabe um die Ehe zu retten
  • Finanzielle Probleme des Arbeitgebers wie zum Beispiel eine Insolvenz
  • Tätigkeit verstößt gegen gesetzliche Regelungen oder „die guten Sitten“

ACHTUNG: Arbeitnehmern, den eine Sperrzeit droht, sind in der Pflicht nachzuweisen, dass eine der vorangegangen Umstände vorlag.

 

Erstgespräch unverbindlich und garantiert kostenfrei.

  • 24h erreichbar
  • bundesweit
  • kostenfreie Einschätzung

Wie kann eine Sperrzeit vermieden werden?

Erfahren Sie von Ihrer Kündigung, melden Sie sich direkt bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend.

Wollen Sie eigentlich selbst kündigen, sollten Sie mit Ihrem Arbeitsgeber das Gespräch suchen, damit dieser die Kündigung ausspricht. Aber vorsicht! Werden Sie verhaltensbedingt gekündigt, wird dennoch eine Sperrzeit verhängt.

Mehr zum Thema verhaltensbedingte Kündigung finden Sie hier.

Auch ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag kann zu einer Sperre durch die Arbeitsagentur führen, wenn das Arbeitsverhältnis im Vergleich zur regulären Kündigungsfrist verkürzt wird.

WICHTIG: Wollen Sie eine Sperrzeit umgehen, muss der Arbeitgeber die Kündigung aussprechen oder oben genannte Ausnahme vorliegen.

Ergeht eine verhaltensbedingte Kündigung, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als eine Kündigungsschutzklage zu erheben, damit der Vorwurf der verhaltensbedingte Kündigung vom Tisch ist.

Mehr zum Thema Kündigungsschutz und Kündigungsschutzklage.

 

Aufhebungsvertrag und Sperrzeit

Der Aufhebungsvertrag gilt als freiwillige Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer verzichtet mit Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages auf seine Kündigungsfrist und auf seinen Kündigungsschutz. Die Arbeitsagentur geht deshalb grundsätzlich davon aus, dass Sie Ihre Arbeitslosigkeit freiwillig herbeigeführt haben.

 

Kann trotz eines Aufhebungsvertrags mit Abfindung eine Sperrzeit umgangen werden?

Um eine Sperrzeit trotz eines Aufhebungsvertrags mit Abfindung vermeiden zu können, darf die Abfindung nicht höher ausfallen als ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr und der Arbeitgeber eine sogenannte fristgemäßie Kündigung "mit Bestimmtheit" in Aussicht stellen. Eine Kündigung "mit Bestimmtheit" heißt , dass ein Aufhebungsvertrag, die ohnehin sichere Kündigung ersetzen wird. Dazu müssten im Weiteren

  • die vermiedene Kündigung wegen personen- oder betriebsbedingte Gründe ergehen
  • der Aufhebungsvertrag nicht die geltenden Kündigungsfrist verkürzen und
  • der Arbeitnehmer ist nicht unkündbar sein.

 

Was tun gegen eine Sperrzeit von der Arbeitsagentur?

Verhängt die Arbeitsagentur eine Sperrzeit gegen Sie, bleibt immer noch die Möglichkeit ein Widerspruch gegen den entsprechenden Bescheid zu erheben. Dabei ist unbedingt die einmonatige Frist ab Bekanntgabe der Sperrzeit zu beachten.

 

Was wir für Sie tun können

Hat die Arbeitsagentur eine Sperrzeit verhängt, bleibt nur noch der Widerspruch. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen! Wir beraten Sie in allen Fragen rund um das Thema Sperrzeit, insbesondere Sperrzeit bei Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages.

Gratischeck: so einfach geht’s:
  • Schicken Sie uns Ihre Abmahnung unverbindlich zu.
  • Wir prüfen die Rechtslage und rufen Sie schnellstmöglich zurück.
  • Wir geben Ihnen eine telefonische kostenfreie Erstberatung über das Kostenrisiko und Erfolgsaussichten des Falls.
  • Termine vor Ort sind nicht erforderlich, sind aber auf Anfrage ebenfalls möglich.
  • Wir reagieren unmittelbar nach Mandatserteilung und bearbeiten Ihren Fall sofort und fristgerecht.