News

Reise-Werbung auf Facebook: Erkennbare Urlauber nur mit Einwilligung

unverpixelte Personen in Facebook-Reisewerbungen

Wer Reisevideos zu Werbezwecken auf Social Media veröffentlicht, darf darin keine erkennbaren Urlauber ohne deren Einwilligung zeigen. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf mit Beschluss vom 5. März 2026 klargestellt (Az. 29 L 4014/25). Anlass war ein Facebook-Clip eines Reisevermittlers, der den Aura-Skypool in Dubai zeigte – inklusive teilweise identifizierbarer, leicht bekleideter Badegäste.

Olivia Wykretowicz

LG Berlin: Facebooks „Freunde-Finder“ verstößt gegen Datenschutzrecht

Facebooks Freunde-Finder-Funktion rechtswidrig
Foto: AdobeStock/chinnarach

Das Landgericht (LG) Berlin II hat Meta (Facebook) im Zusammenhang mit der Funktion „Freunde-Finder“ Grenzen gesetzt. Nach dem Urteil darf Meta Kontaktdaten von Personen, die selbst kein Facebook-Konto haben, nicht ohne Rechtsgrundlage auf eigene Server hochladen und verarbeiten (Urteil vom 2.12.2025, Az. 15 O 569/18). Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Berliner Landgericht rügt Altersprüfung bei TikTok – personalisierte Werbung für 13‑ bis 15‑Jährige unzulässig

Altersprüfung bei Tiktok reicht nicht aus
Foto: AdobeStock/De Visu

Das Landgericht Berlin II untersagt TikTok die Nutzung personenbezogener Daten von 13- bis 15-Jährigen für personalisierte Werbung, wenn die Altersprüfung allein auf Selbstauskünften beruht. Die Entscheidung konkretisiert die DSGVO-Anforderungen an Altersverifikation und elterliche Einwilligungen bei Minderjährigen.

Geburtstagstage im Amtsblatt veröffentlichen: Datenschutz-Verstoß?

Amtsblatt veröffentlicht Geburtstage
Symbolbild ©stock.adobe.com/Daniel

Die Veröffentlichung runder Geburtstage im Amtsblatt gilt vielerorts als harmlose Tradition. Datenschutzbehörden sehen jedoch Risiken, wenn Betroffene zuvor nicht ausdrücklich zugestimmt haben. Nach einem Verfahren gegen die Stadt Tübingen diskutieren Kommunen in der Region, wie Gratulationen weiterhin möglich bleiben, ohne Persönlichkeitsrechte zu beeinträchtigen.

Geleakter EU-Entwurf droht zentrale DSGVO-Rechte auszuhöhlen – Alarm bei Datenschützern

Symbolbild ©stock.adobe.com/Chris

Ein geheimer Entwurf der EU-Kommission zur Reform der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wirft Fragen auf: Große Ausnahmen für Unternehmen, Schlupflöcher bei Dokumentationspflichten und ein drastischer Abbau von Betroffenenrechten stehen im Raum. Datenschützer nennen den Plan einen Angriff auf die Privatsphäre.

Erstes Tool zu automatischen Cookie-Einwilligung von Bundesdatenschutzbehörde anerkannt

Symbolbild ©AdobeStock_318049679

Die Flut an Cookie-Bannern nervt Millionen Internetnutzer täglich. Nun könnte sich erstmals eine echte Alternative abzeichnen: Die Bundesdatenschutzbehörde hat nun ein Tool offiziell anerkannt, das die Einwilligung automatisch übernimmt und das ganz ohne Klick-Marathon.

DSGVO-Reform: Bundesregierung will Änderungen im Datenschutzrecht

Symbolbild ©stock.adobe.de/thodonal

Die Bundesregierung hat der Europäischen Kommission ein Papier mit Änderungsvorschlägen zur Datenschutz-Grundverordnung übermittelt. Ziel ist eine klarere und praxisnähere Anwendung der DSGVO. Die geplanten Anpassungen betreffen insbesondere Meldefristen, Rechtsgrundlagen und Begriffsdefinitionen. Geplante Änderungen haben potenziell weitreichenden Folgen für Unternehmen und Verbraucher.

Datenschutz wichtiger als Preis: Deutsche Cloud-Nutzer bevorzugen EU-Server

Immer mehr Cloud-Nutzer in Deutschland setzen auf Datenschutz und Datensouveränität. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Mehrheit lieber in sichere EU-Anbieter investiert, statt beim Preis zu sparen. Besonders gefragt sind Cloud-Dienste, die Daten ausschließlich auf europäischen Servern speichern und damit den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung entsprechen. Das Vertrauen in transparente Anbieter wächst, während der Wunsch nach digitaler Unabhängigkeit gegenüber außereuropäischen Plattformen zunimmt.

Apple überdenkt Anti-Tracking-Abfrage in Deutschland

Mann verwendet iPhone
Symbolbild: snowing12/AdobeStock

Apple erwägt offenbar, die bisher verpflichtende Abfrage zur Zustimmung für App-Tracking auf Druck der Wettbewerbsbehörden in Deutschland und anderen europäischen Ländern abzuschaffen. Was auf den ersten Blick nach einer technischen Änderung klingt, könnte spürbare Folgen für Verbraucher haben: weniger Kontrolle über die eigenen Daten, mehr Möglichkeiten für Werbenetzwerke und neue Fragen an den Datenschutz.

Carl Christian Müller

Bußgelder in Höhe von insgesamt 215.000 Euro gegen Unternehmen verhängt, wegen Dokumentation sensibler Mitarbeiterinformationen

DSGVO Ordner
Foto: putlov_denis/Adobe Fotostock

Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (BlnBDI) hat gegen ein Unternehmen Bußgelder in Höhe von insgesamt 215.000 Euro verhängt. Das Unternehmen hatte u. a. unzulässigerweise sensible Informationen über den Gesundheitszustand einzelner Beschäftigter oder deren Interesse an einer Betriebsratsgründung dokumentiert. Der Bußgeldbescheid ist noch nicht rechtskräftig.