Carl Christian Müller, LL.M.
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Abmahnung vom IDO Interessenverband erhalten?

Haben Sie eine Abmahnung oder eine Vertragsstrafenforderung vom IDO Verband erhalten?

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Wir kämpfen für Ihr Recht – und Ihren Geldbeutel.

Rechtsanwalt Carl Christian Müller ist Fachanwalt für Urheber- & Medienrecht und verteidigt seine Mandanten seit Jahren erfolgreich gegen IDO-Abmahnungen.

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Ich stehe Ihnen bei einer Abmahnung des IDO Interessenverbandes zur Seite. Ich verteidige seit 15 Jahren Mandanten gegen Abmahnungen aus dem Urheberrecht, Wettbewerbsrecht und Markenrecht. Profitieren Sie von meinen Erfahrungswerten.

Carl Christian Müller, LL.M.
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Abmahnung vom IDO Verband erhalten - was tun?

Sie sind vom Interessenverband für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e.V. - oder kurz IDO - abgemahnt worden? Dann sind Sie nicht alleine! Dem IDO wird eine aggressive Abmahnpolitik vorgeworfen, die viele Händler verunsichert. Wenn Sie eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung z.B. wegen unwirksamer AGB oder wegen eines Verstoßes gegen die Preisabgabenverordnung z.B. auf eBay, Amazon, Etsy oder Google Shopping erhalten haben, unterschreiben Sie auf keinen Fall die Forderungen ungeprüft, sondern wenden sich direkt an einen Fachanwalt für gewerblichen Rechtssschutz. Denn mit Ihrer Unterschrift binden Sie sich lebenslang und riskieren die Zahlung hoher Vertragsstrafen, wenn Sie den abgemahnten Verstoß jemals wiederholen sollten. Wir beraten und vertreten seit vielen Jahren Mandanten, die Abmahnungen des IDO erhalten haben. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrungswerte aus mittlerweile über tausend Fällen und haben sowohl Ihre rechtlichen als auch wirtschaftlichen Interessen stets im Blick.

Wichtige erste Handungsempfehlung bei einer Abmahnung vom IDO-Verband:

Tief durchatmen und Ruhe bewahren

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wir haben umfangreiche Erfahrungen mit Abmahnungen des IDO und stehen Ihnen gerne zur Seite. In den meisten Fällen erreichen wir eine schnelle, kostengünstige und vor allem außergerichtliche Lösung, mit der Sie mit dem kleinstmöglichen Schaden aus der Sache herauskommen.

Nichts unterschreiben

Unterschreiben Sie auf keinen Fall die Unterlassungserklärung ungeprüft! Denn damit ist die Sache nicht erledigt. Können Sie die abgemahnte Verletzung nämlich nicht vollständig und dauerhaft aus dem Internet entfernen, wird die (oft zu hoch) angesetzte Vertragsstrafe fällig. Lassen Sie die Abmahnung direkt vom Anwalt prüfen.

Nichts zahlen

Bitte überweisen Sie den geforderten Betrag nicht leichthin. Zum einen riskieren Sie damit gerichtlich in Anspruch genommen zu werden, wenn Sie nicht rechtzeitig auf die Unterlassungsforderungen reagieren und zum anderen bestehen die Zahlungsansprüche nicht in jedem Fall. Überdies sind etwaige Ausgleichsansprüche unter Umständen zu hoch angesetzt. Durch eine Prüfung der Abmahnung des IDO Verbands durch einen erfahrenen Anwalt sparen Sie in den meisten Fällen viel Zeit und Geld.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Wir beantworten sämtliche Ihrer Fragen bei einer Abmahnung des IDO in einem garantiert kostenfreien Erstgespräch – das nimmt Ihnen die erste Nervosität. In den meisten Fällen können wir Ihnen schon während dieses ersten kostenlosen Gesprächs eine Handlungsempfehlung geben. Im Anschluss fassen wir Ihren Fall per E-Mail für Sie zusammen und Sie können sich dann ganz in Ruhe von zuhause aus entscheiden, ob Sie uns mit der Verteidigung Ihrer Rechte beauftragen wollen.

Erstgespräch unverbindlich und garantiert kostenfrei.

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1. Wer ist der IDO Interessenverband?

Der Interessenverband für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e. V. (IDO) ist ein wettbewerbsrechtlicher Verband, der seine Mitglieder für 96 Euro im Jahr (Stand Januar 2021) im Bereich des E-Commerce berät, vorgefertigte Rechtstexte zur Nutzung bereitstellt und im Namen seiner Mitglieder gegen Wettbewerbsverstöße von Mittbewerbern vorgeht. Der IDO ist für seine aggressive Abmahnpolitik bekannt. Laut Angaben des Händlerbunds machten Abmahnungen von Verbänden wie dem IDO im Juni 2020 gut 50 Prozent aller ausgesprochenen Abmahnungen aus. Üblicherweise kommen nur ein Drittel der Abmahnungen von Verbänden. Teilweise treten verunsicherte Unternehmer dem Verein sogar ausschließlich bei um anschließend von etwaigen wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen verschont zu werden. Der IDO ist nämlich dafür bekannt beim Versenden wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen seine eigenen Mitglieder zu verschonen, was von Gerichten als Rechtsmissbrauch angesehen wird, siehe Beschluss vom OLG Rostock vom 17.11.2020, Aktenzeichen: 2 U 16/19). Ein Verband kann sich durch Vertragsstrafenzahlungen, Mitgliederbeiträge oder Spenden finanzieren. Das massenhafte Versenden von Abmahnungen könnte aber ein Indiz dafür sein, dass der IDO versucht nicht nur seine tatsächlichen Abmahnkosten zu decken, sondern sich durch die Abmahnungen mitzufinanzieren. Das ist rechtsmissbräuchlich. Von der Abmahnwelle sind vor allem Händler auf Plattformen wie eBay, Amazon, Etsy (früher Dawanda) und seit neuestem auch Google shopping betroffen. Warum Sie vom IDO erhaltene Abmahnungen stets ernst nehmen und vor allem die Unterlassungserklärung nicht ungeprüft unterzeichnen sollten, lesen Sie nachfolgend.

Abmahnung vom IDO

2. Muss ich die Abmahnung des IDO-Verbands ernst nehmen?

JA! Abmahnungen vom Verband IDO sind keine Fake-Abmahnungen. Ignorieren Sie die IDO-Abmahnung, stehen die Chancen gut, dass der Verband Sie schnell gerichtlich mithilfe einer einstweiligen Verfügung in Anspruch nimmt. Deswegen gilt es die Abmahnung des IDO ernst zu nehmen. Das heißt aber nicht, dass Sie die mitgelieferte Unterlassungserklärung ungeprüft unterschreiben sollten. Das kann Sie nämlich noch teurer zu stehen kommen (dazu mehr unter "Wie reagiere ich am besten auf eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung des IDO"). Eine originale Abmahnung des IDO erkennen Sie meist am immer gleichen Aufbau. Die meisten Abmahnungen des IDO-Verbands sind wie folgt aufgebaut: Zunächst stellt sich der Verband vor, um dann seine Aktivlegitimation zu begründen (warum diese nach jüngster Rechtsprechung so oft nicht mehr pauschal hergeleitet werden kann, erklären wir Ihnen unter "Darf der IDO-Verband überhaupt abmahnen?") und letztendlich den Verstoß abzumahnen, Abmahnkosten zu fordern und eine Vertragsstrafe für den Fall der Wiederholung der Verletzung festzulegen.

Abmahnung vom IDO

3. Darf der IDO-Verband überhaupt abmahnen?

Die Frage, ob der IDO Verband überhaupt berechtigt ist, abzumahnen (Stichwort: fehlende Aktivlegitimation), beschäftigt die Gerichte schon seit längerem. Bisher stand es Wirtschaftsvereinen wie dem IDO generell zu gegen Wettbewerbsverstöße im Namen ihrer Mitglieder vorzugehen, da die Einhaltung der Spielregeln des lauteren Wettbewerbs im öffentlichen Interesse liegt. Allerdings muss der Verband für den Bereich, in dem die Abmahnung ausgesprochen wird (bspw. Elektrohandel, Handel mit Strickwaren, Autohandel etc.) zum einen über eine nennenswerte Anzahl von Mitgliedern und zum anderen über eine entsprechende personelle und sachliche Ausstattung verfügen, um Abmahnungen versenden zu dürfen. Die Rechtsprechung sprach dem IDO die Aktivlegitimation in letzter Zeit vermehrt ab. Neben dem Landgericht Rostock (Urt. v. 25.04.2019, Az. 5a HK O 112/18) und dem OLG Frankfurt (Az. 6 U 58/18) sprach auch das OLG Koblenz mit Beschluss vom 03.02.2020 (Az: 9 W 356/19) dem IDO Verbanddie Aktivlegitimation ab. In den Verfahren ging es um die Bereiche "Bücher, Spielwaren, Elektrowaren, Schmuck und Multimedia". Das heißt aber nicht, dass dem IDO die Aktivlegitimation pauschal abgesprochen werden kann. Dies ist immer im Einzelfall zu entscheiden. Lassen Sie eine vom IDO verschickte Abmahnung also stets vom Anwalt überprüfen. Ein Fachanwalt für Medienrecht und/oder gewerblichen Rechtsschutz kann Ihnen am besten sagen, ob der IDO in Ihrem Fall eine Aktivlegitimation nachweisen kann oder nicht. Wir kennen die Rechtsprechung bezüglich der Aktivlegitimation des IDO Verbands genau und wissen für welche Branchen dem IDO die Aktivlegitimation schon abgesprochen wurde. Was sich an den Voraussetzungen an die Aktivlegitimation durch das Inkrafttreten des neuen Gesetzes gegen Abmahnmissbrauchs ändert, erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Was ändert sich an den Voraussetzungen für die Aktivlegitimation durch das neue Abmahngesetz?

Seit das neue Gesetz zur Bekämpfung von Abmahnmissbrauch in Kraft ist (seit 02.12.2012) haben sich die Voraussetzungen für Verbände hinsichtlich der Aktivlegitimation verschärft. Verbände werden nun dazu gezwungen sich in die sogenannte Liste der qualifizierten Wirtschaftsverbände, die vom Bundesamt für Justiz geführt wird, einzutragen. Eine Eintragung erfolgt nur, wenn der Verein eine Mindestanzahl von 75 Unternehmen, die dem Verein als Mitglieder angehören müssen, nachweisen kann und zeigt, dass die Tätigkeit des Vereins nicht primär darauf gerichtet ist, Einnahmen aus den Abmahnungen zu erzielen. Eben diese Voraussetzung wird beim IDO zuweilen angezweifelt. Das OLG Celle war in seinem Urteil vom 20.03.2020 (Az. 13 U 73 / 19) der Meinung, dass der IDO insbesondere seine vielen passiven Mitglieder (Mitglieder ohne Stimmrecht) lediglich als Mittel zum Zweck einsetzt, um durch die Verfolgung von Wettbewerbsverstößen Einnahmen zu generieren. Das LG Bonn (Urt. v. 29.9.2019 – 11 O 44/19) sprach dem IDO zudem jüngst eine ernsthafte kollektive Wahrnehmung der Mitgliederinteressen ab. Es bleibt also abzuwarten, ob das Bundesamt für Justiz, das die Eintragungsvoraussetzungen überwacht, dem IDO gestattet sich in die Liste qualifizierter Verbände eintragen zu lassen. Der IDO hat bis Ende 2021 Zeit sich einzutragen. Wir werden Sie in unserer News-Rubrik über die weiteren Entwicklungen informieren.

4. Welche Wettbewerbsverstöße werden vom IDO bevorzugt abgemahnt?

Der IDO mahnt bevorzugt eine Vielzahl an leicht zu erkennenden, eher kleineren Verstößen ab. Das ist insbesondere problematisch, da im neuen Gesetz gegen Abmahnmissbrauch festgelegt ist, dass der Hauptzweck eines aktivlegitimierten Verbands nicht darin liegen darf, Kapital mit Abmahnungen zu generieren, was bei dem aggressiven Vorgehen des IDO zumindest teilweise nahe liegt. Der IDO mahnt besonders häufig folgende Verstöße ab:

  • Fehlende/falsche Widerrufsbelehrung
  • Fehlende Information zur Speicherung von Vertragstexten

Händler müssen Verbraucher darüber informieren, inwiefern AGB nach dem Vertragsschluss gespeichert werden können. Denn kauft der Verbraucher heute etwas auf Ihrem Onlineshop und möchte einen Monat später nochmal die Vertragsbedingungen durchlesen, die Sie aber inzwischen geändert haben (das steht Ihnen frei), steht der Verbraucher vor einem Problem, das durch die Bereitstellung von Informationen zur Speicherung der ursprünglichen AGB aus dem Weg geräumt werden soll.

Die Verordnung über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten schreibt vor, dass der Link zur Plattform für die außergerichtliche Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) leicht zugänglich sein muss. Daher ist es empfehlenswert, den Link samt erklärendem Hinweistext in die AGB, die Kundeninformationen und unterhalb des Impressums einzufügen und klickbar zu gestalten.

  • Fehlender Hinweis auf das gesetzliche Mängelhaftungsrecht
  • Fehlende Grundpreisangabe

Mit der Pflicht zur Grundpreisangabe soll gewährleistet werden, dass Verbraucher die Preise von Produkten mit unterschiedlichen Füllmengen vergleichen können. Entsprechend muss der Grundpreis immer dann angegeben werden, wenn auch der Gesamtpreis beworben wird.

Interessant ist, dass bei den meisten dieser Verstöße nach dem neuen Gesetz gegen Abmahnmissbrauch von Mitbewerbern nach der Abmahnung keine Abmahnkosten mehr als Ausgleich verlangt werden können, da diese als Kleinstverstöße gelten. Wirtschaftsverbände wie der IDO werden ihre Kosten aber unabhängig vom Verstoß künftig immer weiterhin geltend machen können.

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5. Welche Ansprüche macht der IDO mit der Abmahnung geltend?

In der Regel verlangt der IDO-Verband, dass Sie eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben in der Sie sich unter Androhung einer Vertragsstrafe verpflichten den Verstoß zu beseitigen und nicht zu wiederholen. Der IDO fordert darüber hinaus die durch die Abmahnung entstandenen Kosten ein.

Unterlassungsanspruch

Der IDO wird Ihnen zunächst erläutern welchen Wettbewerbsverstoß Sie (angeblich) begangen haben, um dann den Unterlassungsanspruch des jeweiligen Mitglieds geltend zu machen. Die Geltendmachung des Unterlassungsanspruch ist der Hauptzweck einer Abmahnung. Kann nachgewiesen werden, dass es dem IDO gar nicht in erster Linie um den Unterlassungsanspruch des jeweiligen Mitglieds, sondern vielmehr um die Generierung von Gewinn für den Verein geht, dann ist die Abmahnung rechtsmissbräuchlich und Sie müssen den Unterlassungsanspruch nicht erfüllen.

Kostenerstattungsanspruch

Zudem fordert der Verband die ihm durch die Abmahnung entstandenen Kosten. Diese belaufen sich auf 232,05 Euro (derzeit wegen des temporär abgesenkten MwSt.-Satzes nur 226,20 Euro - Stand Januar 2021). Aus der Praxis ist uns bekannt, dass viele den Betrag zwar als ärgerlich empfinden, gleichzeitig aber denken, eine Rechtsverteidigung lohne sich wegen des vergleichsweise niedrigen Betrages nicht. Wir raten: Lassen Sie sich nicht zu voreiligen Zahlungen und Unterschriftenleistung hinreißen. Bedenken Sie, dass im Falle der unterzeichneten Unterlassungserklärung eine Vertragsstrafe in Höhe von mehreren tausend Euro fällig werden kann, wenn Sie Ihre Angebote nicht rechtskonform ausgestalten.

6. Wie sollte ich auf eine Abmahnung des IDO am besten reagieren?

Das kommt darauf an, ob die Abmahnung des IDO berechtigt, unberechtigt oder rechtsmissbräuchlich ist. Wir beraten Sie dazu gerne im Rahmen der kostenlosen Erstberatung. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die strategisch günstigsten Verteidigungsformen, sodass der Rechtsstreit für Sie schnell, unkompliziert und kostengünstig beendet ist. In jedem Fall gilt aber, dass es sich lohnt sich mit Hilfe eines Rechtsanwalts gegen die Abmahnung zur wehr zu setzen. Eine vor Kurzem von "trustedshops" durchgeführte Studie ergab, dass in mehr als drei Viertel der Fälle in denen sich der Abgemahnte gegen den Abmahner wehrte, ein besseres Ergebnis erzielt werden konnte und dass in 19 Prozent der Fälle der Gegner die Abmahnung sogar zurückgezogen hat.

Berechtigte IDO-Abmahnung

Ist die Abmahnung des IDO aus rechtlicher Sicht klar begründet, müssen Sie die gerügte Verletzung zunächst schnellstmöglich beseitigen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Verletzung dauerhaft und vollständig beseitigen. In unser langjährigen Praxis sehen wir immer wieder, dass Mandanten die Unterlassungserklärung ungeprüft abgeben weil Sie denken Sie können den Verstoß schnell beseitigen und müssen dann doch die Vertragsstrafe zahlen, weil der Verstoß nicht komplett aus dem Internet beseitigt wurde. Im Anschluss kann die entstandene Wiederholungsgefahr auf verschiedenen Wegen ausgeräumt werden. Entweder geben Sie eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab und verpflichten sich damit vertraglich die Verletzung nicht zu wiederholen oder Sie riskieren bewusst sich durch ein Gericht zur Unterlassung im Wege einer einstweiligen Verfügung verpflichten zu lassen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie nicht garantieren können, dass Sie die gerügte Verletzung vollständig beseitigen können. Unter Umstänen können Sie eine negative Feststellungsklage einreichen, was in der Praxis jedoch äußerst selten geschieht. Wesentlich häufiger sollte es in Erwägung gezogen werden bei dem vom Anspruchsteller potentiell anzurufenden Gericht eine Schutzschrift zu hinterlegen. Unter Umständen kann die abzugebende Unterlassungerklärung von einem Fachanwalt noch bezüglich der Höhe der Vertragsstrafe modifiziert werden. Sprechen Sie uns gerne im kostenlosen Erstberatungsgespräch darauf an. Wir finden die für Sie passende Lösung.

Unberechtigte IDO-Abmahnung

Ist die Abmahnung unberechtigt, sollten Sie die strafbewehrte Unterlassungserklärung keinesfalls unterschreiben. Reagieren müssen Sie aber trotzdem und können gegebenenfalls eine Gegenabmahnung aussprechen. Lassen Sie die vom Abmahner gesetzte Frist einfach verstreichen, kann der Abmahner Sie trotz des Nichtbestehens der Ansprüche erstmal vor Gericht bringen. Das verlängert die Streitsache in jedem Fall. Suchen Sie also direkt nach Erhalt der Abmahnung (die Frist um auf die Amahnung zu reagieren beträgt meist nur 1-2 Wochen) einen Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz auf, der den Abmahnenden über die Unrechtmäßigkeit seiner Abmahnung informiert und eine Gegenabmahnung ausspricht bzw. den Erlass der einstweiligen Verfüfung verhindert.

Rechtsmissbräuchliche IDO-Abmahnung

Hier sollten Sie ebenfalls keine Unterlassungserklärung unterschreiben, sondern den IDO durch einen spezialisierten Anwalt davon in Kenntnis setzen, dass Sie die Rechtsmissbräuchlichkeit der Abmahnung erkannt haben und deswegen seine geforderten Ansprüche nicht erfüllen werden. Ist die Abmahnung rechtsmissbräuchlich kann der IDO nämlich keine Abmahnkosten geltend machen. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wäre nach überwiegender Auffassung ebenfalls unzulässig. Haben Sie bereits gezahlt, ist eine Klage auf Rückzahlung möglich.

Unsere Verteidigungsstrategie bei Wettbewerbsverstößen in drei Schritten

Wir überprüfen Ihre Abmahnung

Schicken Sie uns Ihre Abmahnung über unser Online-Formular zu und wir überprüfen für Sie, ob es sich um eine berechtigte, unberechtigte oder sogar rechtsmissbräuchliche Abmahnung handelt. Wir überprüfen ebenfalls, ob der Abmahnende innerhalb seiner Befugnis gehandelt hat.

Wir geben Ihnen eine Handlungsempfehlung

Ausgehend davon, ob die Abmahnung berechtigt ist oder nicht, wissen wir als Fachanwälte für gewerblichen Rechtsschutz, genau was im jeweiligen Fall zu tun ist, damit Sie mit dem geringstmöglichen Schaden schnell und ohne teures Gerichtsverfahren aus der Sache herauskommen.

Kommunikation mit der Gegenseite

Entscheiden Sie sich nach dem kostenlosen Erstberatungsgesrpäch dazu uns zu beauftragen, informieren wir die Gegenseite und verhandeln je nach Fall die Forderungen neu, sodass Sie am Ende wesentlich weniger oder gar nichts zahlen müssen und setzen Ihre Rechte für Sie durch.

7. Versendet der IDO rechtsmissbräuchliche Abmahnungen?

Schon mehrfach wurde die Vereinsstruktur des IDO durch verschiedene Gerichte gerügt. Der IDO hat laut Ansicht der Richter systematisch passive Mitglieder aufgeführt, um den Eindruck zu erwecken, er vertrete genügend Mitglieder aus der jeweiligen Branche, für eine bestehende Aktivlegitimation. Stattdessen waren diese Mitglieder nicht stimmberechtigt und wurden vom IDO nur als Mittel zum Zweck (um Abmahnungen zu verschicken und dadurch Profit zu generieren) genutzt (Urteil vom 20.03.2020, 13 U 73 / 1). Ein solches Verhalten ist genauso als rechtsmissbräuchlich einzustufen wie das systematische Verschonen der eigenen Mitglieder beim Versenden von Abmahnungen, was vom OLG Rostock schon in einem Hinweisbeschluss vom 17.11.2020, Az: 2 U 16/19, festgestellt wurde. Gerügt wurde der IDO auch vom LG Bonn (Urteil vom 29.09.2020, Aktenzeichen 11 O 44/19) das feststellte, dass der IDO teilweise extrem hohe Streitwerte bei Kleinstverstößen ansetzt. Das führt zu hohen Rechtsanwaltskosten. So versucht der IDO Kleinunternehmer unter Druck zu setzten die Unterlassungerklärung zu unterschreiben. Die geforderten Kosten für die außergerichtliche Abmahnung sind mit etwa 230 Euro vergleichsweise gering. Eine solche rechtsmissbräuchliche Abmahnung sollten Sie nicht bezahlen. Reagieren müssen Sie aber trotzdem, um zu verhindern, dass der IDO die Sache nach Ablauf der Frist zur Unterzeichnung der Unterlassungserklärung vor Gericht bringt und den Rechtsstreit somit in die Länge zieht und eine Rechtsverteidigung verkompliziert.

8. Abmahnung des IDO durch anwaltlichen Rechtstextservice vermeiden

Ein Service des IDO ist das Bereitstellen rechtskonformer Texte für Onlineshops. Um Abmahnungen des IDO zu umgehen, treten einige Unternehmer dem IDO bei, nur um den Rechtstextservice des IDO zu nutzen und als Mitglied von etwaigen Abmahnungen wegen rechtsunkonformer Webseitentexte verschont zu bleiben. Allerdings ist dieses Vorgehen des IDO bereits als rechtsmissbräuchlich eingestuft worden. Wenn Sie dieses unlautere Vorgehen nicht unterstützen und trotzdem rechtskonforme Texte zu günstigen Pauschalpreisen für Ihre Webseite erhalten wollen, um wettbewerbsrechtliche Abmahnungen zu vermeiden, dann buchen Sie unseren anwaltlichen Rechtstextservice. Die Texte werden von Fachanwälten für Medien-, und Urheberrecht sowie gewerblichen Rechtsschutz erstellt, sind 100 % rechtskonform und werden regelmäßig an die laufenden Rechtsänderungen angepasst. Wir liefern Ihnen AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung und Impressum zu fairen Pauschalpreisen. Sofern Sie dies wünschen, können Sie unseren Update-Service buchen. In diesem Fall halten wir Sie automatisch über aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung auf dem Laufenden und informieren Sie über erforderlich werdende Änderungen an Ihren Rechtstexten. Sprechen Sie einen unsere Anwälte in einem kostenfreien Erstgespräche gerne hierauf an. 

Abmahnung vom IDO - Nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung

Nutzen Sie unsere kostenfreie Ersteinschätzung. Bei uns sprechen Sie mit einem Rechtsanwalt - kein Callcenter.

Und so geht's:

1. Schicken Sie uns Ihre IDO-Abmahnung einfach über das Kontaktformular zu.

2. Einer unserer erfahrenen Rechtsanwälte schaut sich die Abmahnung des IDO Verbands an, prüft umfassend die Rechtslage und ruft Sie schnellstmöglich zurück. Garantiert kostenfrei!

3. Nach dem Telefongespräch erhalten Sie eine E-Mail mit allen relevanten Informationen. Sie können dann ganz in Ruhe überlegen, ob Sie sich von uns vertreten lassen wollen.

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